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Zweifeln – aber konstruktiv

Was ist dir wichtig?

Fragen nach den eigenen Werten und Zielen sind oft nur schwer zu beantworten. Wenn du aber nicht sicher bist, ob dein angestrebter Studienabschluss zu dir passt, solltest du überlegen, welche persönlichen und beruflichen Ziele du hast und ob du sie mit deinem Abschluss umsetzen kannst.

Was liegt dir?

Bemalte Handflächen

Um die Frage zu beantworten, was du gerne machst und was dir im Leben wichtig ist, hilft ein Blick in dein bisheriges Leben: Welche Hobbies und Freizeittätigkeiten machen / machten dir besonders Spaß? Welche Bedürfnisse, Interessen und Kompetenzen lassen sich hieraus ableiten? Wie wichtig ist dir Karriere und berufliches Fortkommen? Wie wichtig sind dir die Nähe zu deiner Familie und die Gründung einer eigenen Familie? Wie lassen sich deine Lebensziele mit deinem Berufswunsch vereinbaren?

Berufsmöglichkeiten

Was bietet dein Studium für Möglichkeiten? Nimm dir ein Blatt Papier und liste zunächst alle Berufe oder Tätigkeiten auf, die man mit deinem Studienabschluss realistischerweise (!) ausüben kann. Manchmal ist diese Frage schnell zu beantworten, aber häufig ist die Palette möglicher Berufe schwierig zu überschauen.

Vermutlich wirst du beim Sammeln bereits eine Vorauswahl treffen. Überlege, welche der gesammelten Berufe für dich in Frage kommen. Kannst du dir vorstellen, als Lehrer zu arbeiten? Wäre eine Position als Marketingreferent oder im Unternehmenscontrolling etwas für dich?

Unklarheiten

Apparatur für einen Sehtest

Vielleicht kannst du diese Fragen aber noch nicht beantworten, weil dir Informationen zu diesen Berufen fehlen. Höre dich an der Hochschule um. Eine Netzrecherche nach Erfahrungsberichten bringt dich sicher auch weiter. In Berufsfeldern, die in die engere Auswahl gekommen sind, hilft dir ein Praktikum bei der Entscheidungsfindung.

Wenn du feststellst, dass dich dein angestrebter Abschluss nicht an deine beruflichen Ziele heranführt, empfehlen wir dir, Kontakt mit der Studienberatung deiner Hochschule aufzunehmen.

Vor- und Nachteile deines Studiums

Schreibtisch, Stift, BlockWenn du dir unsicher bist, ob (d)ein Studium das Richtige für dich ist, hilft es, deine Argumente dafür und dagegen in einer Tabelle zu sammeln. Übertrage hierfür das unten dargestellte Vierfelder-Schema auf ein Blatt Papier.

Trage in den oberen beiden Kästchen die Vor- und Nachteile deines Studienfachs ein. In den unteren beiden Fächern geht es um die Vor- und Nachteile möglicher Alternativen, z.B. vom einem anderen Studienfach, das dich interessiert, oder um einen komplett anderen Werdegang, wie z.B. eine Lehre in Beruf XYZ. Wenn du noch keinerlei Alternativen für dich siehst, kannst du an dieser Stelle die Vor- und Nachteile eines Studienabbruchs auflisten.

Die Beispiele dienen zur Orientierung.

Vorteile meines Studiums

  • Meine Verdienstmöglichkeiten danach wären gut
  • Die Eltern fänden es bestimmt gut, wenn ich Anwalt werde
  • Wenn ich es schaffe, zeige ich es allen, wie gut ich bin 

Nachteile meines Studiums

  • Viel Leistungsdruck, ich muss mich total anstrengen, um nicht ausgesiebt zu werden
  • Auch im Beruf muss ich extrem viel arbeiten, um in der oberen Liga mitzuhalten
  • Es bleibt kaum noch Zeit für meine Beziehung oder für eine spätere Familie

Vorteile, wenn ich (in diesem Beispiel) Psychologie studieren würde

  • Wahrscheinlich weniger Stress, Malte hat mit Psychologie jedenfalls nicht so viel Stress wie ich mit Jura
  • Ich bin gerne mit anderen Menschen zusammen und helfe ihnen gerne
  • Die Verdienstmöglichkeiten als Psychologe sind auch nicht schlecht

Nachteile, wenn ich (in diesem Beispiel) Psychologie studieren würde

  • Statistik könnte ein Problem werden
  • Die Eltern machen mir die Hölle heiß, wenn ich mein Studium abbreche

Ressourcen stärken

Gegen Depressionen vorgehen

Depressive Verstimmungen sind unter Studierenden weit verbreitet. Häufig liegt das an dem hohen Leistungsdruck und Arbeitspensum. Wenn du dich über eine längere Zeit niedergeschlagen und antriebslos fühlst, solltest du nicht zögern und professionelle Hilfe in Anspruch nehmen. Was kannst du tun?

  • Psychologische Beratungsstelle deines Studentenwerks. Die dortigen Mitarbeiter sind mit den Sorgen und Nöten der Studierenden gut vertraut und können dir in jedem Fall weiter helfen.

  • Psychotherapeutische Hilfe. Eine Therapie bei einem niedergelassenen Therapeuten verschafft dir Entlastung und hilft dir, mit deinen momentanen Herausforderungen besser klar zu kommen. Tipp: Verschiedene Unis in Deutschland haben eine psychotherapeutische Ambulanz, die auch du nutzen kannst.

  • Troubleshooter-Beratung. Unsere Online-Beratung kannst du kostenlos und auf Wunsch auch anonym nutzen. Mehr Informationen…

Studientechniken anwenden

Lerntechniken anwenden

Effektive Lerntechniken zeichnen sich dadurch aus, dass du dich aktiv mit dem Lernstoff befasst und somit eine optimale Verankerung der Inhalte im Gehirn erreichst.

Überblick machen

Fernglas

Gerade wenn du noch wenig über dein Prüfungsfach weißt, empfiehlt es sich, erst mal einen Plan über die Hauptthemen zu machen. Orientieren kannst du dich z.B. an den Themen der Vorlesung oder notfalls auch an den Kapiteln der Prüfungsliteratur. Um Zeit zu sparen, solltest du aber nicht zu sehr ins Detail gehen – es genügt, wenn du einen groben Plan davon hast, in welche Themenschubladen dein Lernstoff einzuordnen ist.

Mindmaps

Papier und Bleistift

Um dir einen Überblick über deine Prüfungsthemen zu verschaffen und Zusammenhänge zwischen den Unterthemen zu verdeutlichen, sind Mindmaps sehr hilfreich. Da das Lernen auf visueller Ebene stattfindet, wird dein Lernstoff zudem über einen weiteren Sinneskanal abgespeichert und somit noch fester verankert.

In der Gestaltung deiner Mindmap bist du vollkommen frei. Computerprogramme wie z.B. Mindmanager® oder Freemind® haben den Vorteil, dass deine Mindmap sehr leicht erweitert oder verändert werden kann. Wenn du deine Mindmap von Hand zeichnest, setzt du dich dagegen aktiver mit dem Lernstoff auseinander, was deine Merkleistung deutlich erhöht.

Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

Junge schreit in Mikrofon

Wenn du deine Lerninhalte nicht nur im Kopf, sondern verbal wiederholst, hat das vielerlei Vorteile. So kann man sich mit lautem Lernen sehr gut auf das „Frage-Antwort-Spiel“ einer mündlichen Prüfung vorbereiten. Zudem aktiviert es zusätzliche Hirnregionen, was das Abspeichern des Lernstoffs stark begünstigt. Außerdem hilft es dir, dich besser zu konzentrieren und du erhältst direktes Feedback, ob du die Lerninhalte schon „drauf hast“ oder ob noch nachgebessert werden muss.

Markieren statt Schreiben

Textmarker in einem Buch

Auch wenn durch das Herausschreiben deutlich mehr Prüfungsinhalte im Gedächtnis verankert werden, ist diese Lerntechnik angesichts ihres hohen Zeitaufwands nur eingeschränkt zu empfehlen. Was hilft es dir schon, eine deiner Prüfungen mit Bravour abzuschließen, wenn du im Rest aus Zeitgründen durchfällst?

Statt alles genau herauszuschreiben, solltest du sämtliche Prüfungsliteratur mit Textmarkern und Stiften bearbeiten. Markiere die wichtigsten Schlüsselbegriffe und bringe die Inhalte in deinen Worten in eigenen Worten auf den Punkt. Eselsbrücken kannst du mithilfe kleiner Zeichnungen hinzufügen und Ergänzungen kannst du auf der Rückseite oder dem Nachbarblatt hinterlassen.

Für Ausgleich sorgen

Positive Alltagsgestaltung

ObstkörbeEine positive Alltagsgestaltung hilft deine Lebensqualität im Uni-Alltag zu steigern und dich auch in stressigen Phasen motiviert und leistungsfähig zu halten. Was zählt dazu?

  • Soziale Aktivitäten. Hierzu muss nicht viel gesagt werden. Wohl jeder kennt die Vorzüge, sich bei einer Tasse Kaffee oder einem Kaltgetränk auszuquatschen und über die blöde Uni herzuziehen. Auch wenn extrem viel zu tun ist: Pflege deine sozialen Kontakte, wenn es auch nur für eine Tasse Kaffee oder ein kurzes Telefonat reicht.

  • Belohnungen. Kleine Belohnungen für deinen Lernaufwand, in den Alltag eingestreut, halten dich bei Laune. Natürlich weißt du selbst am besten, welche Belohnungen bei dir am besten wirken. Falls du noch Ideen brauchst: Sport und gutes Essen können sehr belohnend wirken!

  • Gute Ernährung. Essen und Trinken sollten dir Freude bereiten. Obwohl erstmal nichts gegen Kuchen, Pommes und Cola einzuwenden ist, unterstützen dich andere Nahrungsmittel deutlich besser im Lernalltag. So wird fettarmes Essen leichter verdaut, mehr Energie bleibt somit fürs Lernen übrig. Im Gegensatz zum Schokoriegel versorgen dich Getreide, Obst und Gemüse mit langanhaltender Energie. Zudem braucht dein Gehirn viel Flüssigkeit, um leistungsfähig zu bleiben. Aufgrund ihres hohen Koffein- und Zuckergehalts sind Energydrinks aber nicht zu empfehlen.

  • Körperliche Aktivität. Gerade wenn du dich im Alltag wenig bewegst, solltest du sportlichen Ausgleich betreiben. Ob Uni-Sport, Joggen oder Kicken mit Freunden: Du profierst in vielerlei Hinsicht. So manch trister Lerntag findet so noch einen freudigen Abschluss. Wenn dir zum Sport die Zeit fehlt, empfehlen wir dir, konsequent Bewegungseinheiten in deinen Uni-Alltag einbauen: Laufen statt Fahrstuhl fahren, radeln statt Auto oder Bus.

  • Achtsamkeit & Genuss. Auch im tiefsten Unistress ist es möglich, innezuhalten und sich auf die Situation zu besinnen, in der man sich befindet. Was spürst du in diesem Moment? Welche Geräusche hörst du? Was spürst du auf deiner Haut, wie fühlen sich deine Fußsohlen an, während du gehst? Deine Achtsamkeit kannst du natürlich auch aufs Essen, Trinken und andere schöne Dinge im Alltag beziehen. Wonach schmeckt der Apfel, den du gerade isst? Wie ist seine Textur, ist er knackig oder mehlig? Wonach riecht es, wenn du morgens Fahrrad fährst? Wenn du lernst, diese Dinge möglichst unvoreingenommen wahrzunehmen, schaffst du hiermit kleine Ruhe-Oasen in deinem Lernalltag.

  • Entspannungsmethoden. Um zwischendurch besser zur Ruhe zu kommen, empfiehlt sich zudem das Erlernen eines Entspannungsverfahrens. Kurse hierzu werden z.B. an Hochschulen oder Volkshochschulen angeboten.

Entspannungsverfahren lernen

Buddha StatueUm vom Unistress besser zur Ruhe zu kommen, empfiehlt sich das Erlernen eines Entspannungsverfahrens. Auch wenn es viele Wege gibt, „runterzukommen und abzuschalten“, spricht für Entspannungsverfahren, dass du sie überall und zu jeder Zeit einsetzen kannst. Während einer Prüfung eingesetzt, können sie dir helfen, Prüfungsängste zu reduzieren und deine Konzentrationsfähigkeit zu steigern.

Da es meist eine Weile dauert, ein Entspannungsverfahren zu lernen, empfehlen wir dir, möglichst früh damit anzufangen. Kurse zum Erlernen von Entspannungsverfahren werden z.B. an Hochschulen oder Volkshochschulen angeboten. Folgende Verfahren haben sich in verschiedenen Studien als effektiv erwiesen:

Progressive Muskelrelaxation (PMR)

Bei der PMR geht es darum, die verschiedenen Muskelpartien des Körpers kurz anzuspannen, die Anspannung gleich danach wieder loszulassen und sich den Unterschied zwischen diesen beiden Zuständen bewusst zu machen. Die vorige Anspannung führt dazu, dass die eintretende Entspannung wesentlich intensiver wahrgenommen wird.

Autogenes Training (AT)

Bei diesem Verfahren konzentriert sich der Übende auf kurze Entspannungsformeln und wiederholt diese einige Minuten im Geist. Beispiele sind: „Die Arme und Beine sind schwer“, „Die Atmung ist ruhig und gleichmäßig“. Dies wirkt sich positiv auf das vegetative Nervensystem aus, es kommt so leichter zur Ruhe.

Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR)

Gegenstand von MBSR ist die intensive Schulung der Achtsamkeit, mit dem Ziel, Momente im alltäglichen Leben so zu erfahren und zu akzeptieren, wie sie sind. Zu MBSR gehören verschiedene Meditationspraktiken, die z.B. den eigenen Atem, den Körper oder die Gefühle zum Gegenstand haben.

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