Schreibprobleme

Info
Tipps

Tipps gegen Schreibprobleme

Teste dich

Studi-Stresstest

Öffnen

Onlineberatung

Onlineberatung

Öffnen

Schreibblockaden angehen

Schreiben – gewusst wie

Die Kriterien, nach denen schriftliche Uni-Arbeiten verfasst werden müssen, stellen unerfahrene Schreiber oft vor große Herausforderungen. Wissen schützt vor einer ersten Blockade: Bevor du vor einem leeren Blatt Papier sitzt, solltest du dich also über die entsprechenden Anforderungen informieren.

Die Basics

alte SchreibmaschineNachdem du grundlegende Infos zu formellen Kriterien (z.B. erforderliche Seitenzahl, Schriftart und -größe) erfragt hast, solltest du dir andere Arbeiten vornehmen, die vom selben Dozenten betreut wurden. So bekommst du einen Eindruck vom Anforderungsniveau und erste Hinweise, wie du deine Arbeit aufbauen kannst.

Frage deine Kommilitonen nach Tipps und Erfahrungen. Gerade, wenn du dir unsicher bist, empfiehlt es sich, während des Schreibens den Kontakt zu deinem Betreuer zu suchen und ihm Abschnitte deiner Arbeit vorzulegen. Zudem solltest du deine Arbeit vor Abgabe unbedingt Korrektur lesen lassen.

Wissenschaftlich schreiben

Haus- und Abschlussarbeiten müssen oft nach wissenschaftlichen Kriterien erstellt werden. Wissenschaftliche Arbeiten zeichnen sich durch eine klare und nachvollziehbare Argumentationslinie, durch eine detaillierte Darstellung etwaiger Untersuchungsmethoden sowie durch die Nennung aller genutzten Quellen aus.

Bis auf Ausnahmen sollte es sich bei den Quellen ebenfalls um wissenschaftliche Arbeiten handeln. Im Prinzip sollte sich jede deiner Aussagen durch eine Quelle belegen lassen oder sich zumindest aus einer Quelle ableiten lassen, wobei diese Anforderung mal lockerer oder strenger gehandhabt wird. Während du bei einer Hausarbeit im zweiten Semester hier noch viel Aufwand sparen kannst, wirst du beim Schreiben einer Masterarbeit viel Zeit mit der Recherche passender Literatur verbringen.

An dieser Stelle können wir die Anforderungen an wissenschaftliches Schreiben jedoch nur in Grundzügen darstellen. Die Lektüre zusätzlicher Infos ist daher sehr zu empfehlen.

Lockerungsübungen

Mann am SchreibtischEs gibt verschiedene Möglichkeiten, wie du Blockaden während des Schreibprozesses reduzieren kannst. Die unten genannten Tipps sind jedoch (leider) keine Wunderrezepte. Deshalb empfehlen wir bei langjährigen Schreibproblemen zusätzlich auch Beratungsmöglichkeiten zu nutzen.

Ansprüche relativieren

Möglicherweise bist du frustriert von deinem schriftlichen Ausdrucksvermögen oder erschlagen von der Komplexität der Aufgabe. In beiden Fällen hilft vielleicht der Hinweis, dass die wenigsten Autoren einfach so drauf los schreiben können. Schreiben braucht oft viel Vorarbeit, d.h. Recherchen, Notizen und Grobkonzepte. Und bis der Text fertig ist, wird er ohnehin noch einige Male überarbeitet.

Schreiben ist also vor allem Fleißarbeit, also musst du hierfür kein Meisterschreiber oder Superwissenschaftler sein. Das interaktive Troubleshooter Training kann dir helfen, deinen Erwartungsdruck an dich zu relativieren.

So schlecht wie möglich

Um Perfektionismus entgegen zu wirken, empfiehlt sich eine einfache Übung. Ihre Anweisung lautet: Schreibe über das Thema deiner Arbeit einen etwa einseitigen Text, und zwar so schlecht wie möglich! Wirf alle Rechtschreib- und Grammatik-Regeln über Bord und benutze die Löschtaste am besten kein einziges Mal. Umgangssprache und wilde Behauptungen sind ausdrücklich erwünscht – Hauptsache du schreibst das, was dir spontan in den Sinn kommt. Diese Übung hilft dir, die gröbsten Schreibblockaden aufzulockern und ordnet darüber hinaus deine Gedanken zum Thema der schriftlichen Arbeit. 

Gedanken sammeln

Wenn du zwar schon Einiges über dein Thema gelesen hast, aber noch nicht weißt, was du schreiben sollst, ist es fürs Schreiben womöglich noch zu früh. Nimm dir stattdessen eine Stunde Zeit und sammele alles, was dir zum Thema deiner Arbeit in den Kopf kommt. Hierzu kannst du z.B. eine Mindmap zeichnen. Hauptsache, du beschäftigst dich intensiv damit, das Thema zu ordnen. Nimm dir danach ein weiteres Blatt Papier und versuche, eine grobe Struktur deiner Arbeit zu erstellen. Wenn es dir an manchen Stellen nicht gelingt und du dich erneut in einer Schreibblockade befindest, deutet das auf zusätzlichen Recherchebedarf hin.

Aufschieben stoppen

Unklare Vorgaben, weit entfernte Deadlines und mühsame Kleinarbeit – es gibt viele Gründe, sich mit anderen Dingen als der Haus- oder Abschlussarbeit zu beschäftigen. Das ist vollkommen normal und viele von uns kennen das aus eigener Erfahrung.

Chronisches Aufschieben („prokrastinieren“) ist dagegen ein handfestes Problem, das dazu führt, dass Haus- und Abschlussarbeiten mit deutlicher Verspätung oder gar nicht abgeliefert werden. Wenn du stärkere Probleme mit dem Aufschieben hast, solltest du psychologische Unterstützung suchen. Mögliche Anlaufstellen sind die Troubleshooter Beratung oder die psychologische Beratung deines Studentenwerks. Folgend findest du wichtige Tipps, was du gegen oftmaliges Aufschieben tun kannst.

Kleine Schritte

WendeltreppePersonen, die unter chronischem Aufschieben leiden, haben in der Regel eine ziemlich lange To-do-Liste. Entsprechend groß ist der innere und äußere Druck, die angesammelten Aufgaben endlich abzuarbeiten. Oft sind die Arbeitsziele von chronischen Aufschiebern sehr hoch – so hoch, dass sie keinesfalls zu schaffen sind und erneute Versagensgefühle nicht lange auf sich warten lassen.

Der Weg aus dem Teufelskreis von Aufschieben, Versagensgefühlen und erneutem Aufschieben erfolgt daher in kleinen Schritten. Setze dir Arbeitsziele, die du auf jeden Fall einhalten kannst – und lerne (wieder) das gute Gefühl kennen, dein heutiges Arbeits-Soll erfüllt zu haben!

Bei starker Neigung zum Aufschieben raten wir dir, dein Arbeitspensum zunächst sehr niedrig anzusetzen. Wenn du es schaffst, dich pro Tag 30 Minuten mit deiner Arbeit zu beschäftigen, hast du schon dein Ziel erreicht.

Dies klingt zunächst nach ziemlich wenig, hilft dir aber sehr, dich wieder an deine Arbeit heranzuführen. Dabei ist sehr wichtig, dass du dich in dieser Zeit tatsächlich mit deiner Arbeit beschäftigst – ganz egal, wie viel du geschrieben hast! Hauptsache, du bleibst bei deinem Plan und gehst deiner Aufgabe nicht mehr aus dem Weg. 

An den Plan halten

Dein Arbeitsplan sollte zudem möglichst konkret sein. So solltest du für jeden Arbeitstag deine Arbeitszeit festlegen – und dich daran halten! Denn es geht darum, dir eine Struktur und auch die nötige Disziplin zurückzugeben. Beginnt deine Arbeitszeit, sitzt du pünktlich am Schreibtisch – und endet sie, machst du auch pünktlich Feierabend! Alle Vorbereitungen, wie Kaffee kochen oder Mails checken, solltest du tatsächlich vorher abgeschlossen haben.

Versuche, dich in dieser Zeit ausschließlich mit deiner Arbeit zu beschäftigen. Um es dir leichter zu machen, meide Ablenkungen rigoros (mehr Infos dazu). Hinweise zum Erstellen eines Arbeitsplans erhältst du im nächsten Abschnitt.

Arbeitsklima kultivieren

Arbeitsplan entwickeln

Planung auf dem SchreibtischViele Studierende fühlen sich beim Schreiben einer Haus- oder Abschlussarbeit zunächst überfordert, da sie das Thema noch kaum überblicken können und noch gar nicht wissen, welche Prioritäten hierbei zu setzen sind.

Möglichst früh solltest du dir einen Überblick über das Thema deiner Arbeit verschaffen. Recherche im Netz und in der Bibliothek ist hier das Stichwort. Frag den Betreuer deiner Arbeit bzw. den Dozenten, für den du die Hausarbeit schreibst, nach möglicher Literatur und nutze diese, um weitere Quellen ausfindig zu machen. Je mehr du dich mit dem Thema befasst, umso klarer kristallisieren sich Schwerpunkte heraus. Nutze die gewonnenen Informationen zur Erstellung einer groben Struktur für deine Arbeit. Diskutiere sie bei Bedarf mit deinem Betreuer. 

Wie viel Zeit hast du?

Abhängig davon, wieviel Zeit du zum Schreiben hast, wird dein Arbeitsplan moderat bis intensiv ausfallen. Wichtig ist es, einen zeitlichen Puffer von einigen Tagen ans Ende des Schreibens zu setzen, um Verzögerungen aufzufangen und mehr Zeit zum Korrekturlesen zu haben.

Als nächstes muss dein Arbeitsplan in deinen Semesteralltag integriert werden. Hierbei geht es vor allem um folgende Frage: Wann und wo möchtest du an jedem Tag schreiben? Versuche, deine Arbeitszeit jeden Tag vorab festzulegen. Diese Zeit ist fest für die Arbeit an deiner Haus- oder Abschlussarbeit reserviert. Andere Aufgaben und Tätigkeiten werden somit hinten angestellt. Fallen dir z.B. Dinge ein, die du noch erledigen musst, schreib sie auf einen Zettel und befasse dich erst später damit. Dasselbe gilt für dein Handy, das nur in den Pausen eingeschaltet sein sollte.

Ablenkungen minimieren

Ablenkung lauert überall. Um dich gut auf deine Arbeit zu konzentrieren, solltest du versuchen, den wichtigsten Ablenkungsquellen aus dem Weg zu gehen.

Zentraler Faktor: Der Arbeitsort

Viel Ablenkung lässt sich mit dem richtigen Arbeitsort vermeiden. Arbeitsplätze in der Bibliothek oder Lernbereiche für Studierende auf dem Campus bieten sich hierfür besonders an. Auch Mitstudierende (Stichwort: Soziales Netz) und die Mensa (Stichwort: Effiziente Nahrungsausnahme) sind hiervon meist nicht weit entfernt.

Dein Handy sollte in jedem Fall draußen im Schließfach bleiben, denn E-Mail, Internet und Co. würden deinen Anti-Ablenkungs-Plan aushebeln.

Die eigene Wohnung als Arbeitsort solltest du nur nutzen, wenn du dort ungestört lesen bzw. schreiben kannst und dir sicher bist, dass die dortigen Ablenkungsmöglichkeiten (Mitbewohner, Internet, Fernsehen...) kein Problem für dich darstellen.

Zieh den Stecker!

Gerade wenn du merkst, dass du viel Arbeitszeit „versurfst“, solltest du das Internet während deiner Arbeitszeit aussperren. Kappe das W-Lan, ziehe den Stecker aus dem DSL-Router oder verzichte wenn möglich am besten ganz auf den Computer. Schalte dein Handy aus oder zumindest in den Airplane-Modus. Für Rechercheaufgaben kannst du dir noch immer feste Zeiten einrichten oder die Rechner nutzen, die in der Bibliothek hierfür bereitgestellt werden.

Arbeitszeiten einrichten

TerminplanerViele Studis werden ziemlich kreativ, nur um nicht lernen oder schreiben zu müssen. Auch wenn viele dieser Alternativ-Tätigkeiten durchaus sinnvoll sind (z.B. abwaschen, die Oma mal anrufen), halten sie dich von deinen eigentlichen Aufgaben ab.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, feste Arbeitszeiten einzurichten – und sich hieran zu halten! Ein Beispiel für einen Arbeitsplan:

Montags bis freitags von 9 Uhr bis 18 Uhr ist Uni-Zeit. Wenn ich keine Veranstaltung habe, gehe ich in die Bibliothek und schreibe. Ich schreibe jeweils 50 Minuten am Stück, mache danach 10 Minuten Pause. Alle 3 Stunden gibt es eine Pause von 30 Minuten. Während der Arbeit an meiner Hausarbeit mache ich nichts anderes. Den Rest erledige ich in den Pausen, abends oder am Wochenende.

Positive Alltagsgestaltung

ObstkorbEine positive Alltagsgestaltung hilft deine Lebensqualität im Uni-Alltag zu steigern und dich auch in stressigen Phasen motiviert und leistungsfähig zu halten. Was zählt dazu?

  • Soziale Aktivitäten. Jeder kennt die Vorzüge, sich bei einer Tasse Kaffee oder einem Kaltgetränk auszuquatschen und über die blöde Uni herzuziehen. Auch wenn extrem viel zu tun ist: Pflege deine sozialen Kontakte, wenn es auch nur für eine Tasse Kaffee oder ein kurzes Telefonat reicht.

  • Belohnungen. Kleine Belohnungen für deinen Lernaufwand halten dich bei Laune. Natürlich weißt du selbst am besten, welche Belohnungen bei dir am besten wirken. Falls du noch Ideen brauchst: Sport und gutes Essen können sehr belohnend wirken!

  • Gute Ernährung. Essen und Trinken sollten dir Freude bereiten. Obwohl erstmal nichts gegen Kuchen, Pommes und Cola einzuwenden ist, unterstützen dich andere Nahrungsmittel deutlich besser im Lernalltag. So wird fettarmes Essen leichter verdaut, mehr Energie bleibt somit fürs Lernen übrig. Im Gegensatz zum Schokoriegel versorgen dich Getreide, Obst und Gemüse mit langanhaltender Energie. Zudem braucht dein Gehirn viel Flüssigkeit, um leistungsfähig zu bleiben. Aufgrund ihres hohen Koffein- und Zuckergehalts sind Energydrinks aber nicht zu empfehlen.

  • Körperliche Aktivität. Gerade wenn du dich im Alltag wenig bewegst, solltest du sportlichen Ausgleich betreiben. Ob Uni-Sport, Joggen oder Kicken mit Freunden: So manch trister Lerntag findet so noch einen freudigen Abschluss. Wenn dir zum Sport die Zeit fehlt, empfehlen wir dir, konsequent Bewegungseinheiten in deinen Uni-Alltag einbauen: Laufen statt Fahrstuhl fahren, radeln statt Auto oder Bus.

  • Achtsamkeit & Genuss. Auch im tiefsten Unistress ist es möglich, innezuhalten und sich auf die Situation zu besinnen, in der man sich befindet. Was spürst du in diesem Moment? Welche Geräusche hörst du? Was spürst du auf deiner Haut, wie fühlen sich deine Fußsohlen an, während du gehst? Deine Achtsamkeit kannst du auch aufs Essen, Trinken und andere schöne Dinge im Alltag beziehen. Wonach schmeckt der Apfel, den du gerade isst? Wie ist seine Textur, ist er knackig oder mehlig? Wonach riecht es, wenn du morgens Fahrrad fährst? Wenn du lernst, diese Dinge möglichst unvoreingenommen wahrzunehmen, schaffst du hiermit kleine Ruhe-Oasen in deinem Lernalltag.

  • Entspannungsmethoden. Um zwischendurch besser zur Ruhe zu kommen, empfiehlt sich zudem das Erlernen eines Entspannungsverfahrens.

Blog
  • 1/41
  • 2/41
  • 3/41
  • 4/41
  • 5/41
  • 6/41
  • 7/41
  • 8/41
  • 9/41
  • 10/41
  • 11/41
  • 12/41
  • 13/41
  • 14/41
  • 15/41
  • 16/41
  • 17/41
  • 18/41
  • 19/41
  • 20/41
  • 21/41
  • 22/41
  • 23/41
  • 24/41
  • 25/41
  • 26/41
  • 27/41
  • 28/41
  • 29/41
  • 30/41
  • 31/41
  • 32/41
  • 33/41
  • 34/41
  • 35/41
  • 36/41
  • 37/41
  • 38/41
  • 39/41
  • 40/41
  • 41/41
Fundstücke aus dem Netz

Hey Uni!

ARD-alpha begleitet in 18 Folgen fünf Studierende verschiedener Fachrichtungen auf ihrem Weg durch den Uni Alltag.

Prüfungsangst: Bitte klopfen

Im Video der Uni Kassel erläutert der Studienberater Tim Nolle Wissenswertes zur Prüfungsangst - und versucht die Angst wegzuklopfen. (Bild: Screenshot)

Wie entsteht Stress?

Die Studienberaterin Anna-Maria Dräger erläutert im Video von "Zeit Campus" Stress und den Umgang damit. (Bild: Screenshot)

Soja (18) testet Anti-Stress-Methoden...

5 Lifehacks die den Alltag einfacher machen

Tipps für bessere Schlafqualität

"Doping im Freizeitsport"