31.05.2018

Das neue Semester hat gerade begonnen – Zeit sich wieder zu konzentrieren. Doch das ist meist leichter gesagt als getan. Autorin Julia hat für euch Tipp gesucht und sie gleich selbst getestet.

Von Julia Weise

 

Wie schön waren doch die Semesterferien! Endlich musstet ihr kein schlechtes Gewissen haben beim Nichtstun. Doch pünktlich mit dem Frühling kommt auch das neue Semester um die Ecke und verlangt Aufmerksamkeit. Damit ihr im Sommer nicht mit Laptop und Büchern in den Biergarten gehen müsst, findet ihr hier einige Strategien, wie ihr möglichst schnell eure To-Do-Liste abarbeiten könnt.

 

Wo ist eigentlich meine To-Do-Liste?

Die wichtigster aller Fragen: Was habe ich eigentlich zu tun? Diese Frage stellt ihr euch am besten am Anfang der Woche und schreibt erst einmal alles auf, was euch so einfällt. Das reicht von Unitexte lesen über Küche putzen bis Oma anrufen. Natürlich sind all diese Aufgaben nicht gleich wichtig. Deswegen gilt es jetzt zu sortieren. Ihr könnt euch dazu eine von tausend Apps runterladen oder klassisch alles aufschreiben. Wie viele Kategorien ihr euch ausdenkt, ist eurem Ordnungsbedürfnis überlassen. In meinem Kalender gibt es vier Kategorien – drei für Aufgaben und eine für Menschen, die ich diese Woche treffen oder sprechen will. Ich finde dieses System sehr praktisch: Ich weiß, was ich diese Woche unbedingt erledigen muss (diesen Text schreiben) und kann nebenbei meine Freizeit planen (Biergarten, ohne Laptop).

Je voller die wichtigste Kategorie ist, desto mehr habt ihr diese Woche zu tun. Allerdings sollte man sich auch keine riesigen Aufgaben aufschreiben. Abschlussarbeit schreiben oder alle Vorlesungen zusammenfassen sind also keine guten Punkte. Sie abzuarbeiten dauert Wochen und frustriert nur. Alles was in der obersten Kategorie steht, sollte diese Woche auch machbar sein. Letztendlich solltet ihr mit der Gestaltung eurer To-Do-Liste nicht ewig verbringen, denn je länger ihr an dieser Liste arbeitet, desto weniger Zeit habt ihr für die eigentlichen Aufgaben. Dieser Blogger hat ein Jahr damit verbracht sich über Produktivität schlau zu machen.

Konzentrieren, wie geht das nochmal?

Wie fängt man nun am besten an zu arbeiten? Was das Anfangen betrifft, gibt es keine Zeitvorgaben. Einige Menschen sind morgens um sieben am produktivsten, andere können vor abends um zehn nicht denken. Hauptsache ist, dass ihr wisst, wann ihr am besten arbeiten könnt, denn dann solltet ihr euch an die schwierigsten Aufgaben setzen.

Ein weiterer Vorschlag den Tag zu strukturieren ist die Dreier-Regel. Sie besagt, dass man sich jeden Tag drei Dinge vornimmt, die man erledigen möchte. Die Kunst ist natürlich, drei Dinge auszuwählen: Schreibe ich Oma anrufen, einkaufen und E-Mails checken auf die Liste, kann ich mittags schon Feierabend machen. Schreibe ich allerdings Theoriekapitel eins, zwei und drei meiner Abschlussarbeit auf die Liste, braucht mein Tag mehr als 24 Stunden. Hat man erst einmal herausgefunden, wie viel Arbeit in einen Tag passt, ist diese Regel sehr praktisch, denn abends hat man tatsächlich das Gefühl etwas geschafft zu haben. Ich finde sie allerdings verwirrend, da ich schon meinen Wochenplan habe und mich nicht an zwei To-Do-Listen halten möchte.

Schließlich könnt ihr euch den Tag zeitlich einteilen. Eine Idee ist, sich für jede Aufgabe zu überlegen, wie viel Zeit sie in Anspruch nimmt und dann nur die Hälfte dafür einzuplanen. Das baut Stress auf und führt vielleicht dazu, dass ihr tatsächlich schneller fertig werdet. Da ich allerdings nie doppelt so schnell bin wie geplant, frustriert mich diese Technik nur. Besser finde ich die Pomodoro-Technik: Sie wurde schon in den 1980er Jahren entwickelt und teilt den Tag in 25 und 5 Minuten Abschnitte ein. Es werden erst 25 Minuten gearbeitet, anschließend folgt eine fünfminütige Pause. Nach vier Runden gibt es eine längere Pause. Ich benutze diese Technik gerne in meinem ausgedehnten Mittagstief, wenn ich mich ohnehin schlecht konzentrieren kann. Die Stoppuhr sagt mir dann, wann ich kurz zu YouTube kann. Nicht so praktisch finde ich sie dagegen, wenn ich gerade tief in der Arbeit stecke. Dann kann ich mich gut für anderthalb Stunden konzentrieren und möchte mich nicht zu einer Pause zwingen lassen. Schließlich müsst ihr selbst entscheiden, wie sehr ihr euch eure Zeiteinteilung von außen diktieren lassen wollt. Am wichtigsten finde ich, ist es zu wissen, wann die eigenen Hochs und Tiefs sind und die Aufgaben darin zu verteilen.

Nicht ablenken lassen!

Einmal im Workflow lenkt mich nichts so leicht ab, aber was, wenn sich der Flow nicht einstellt? Gerade dann ist die Gefahr groß sich ablenken zu lassen. Auch das Internet weiß das und hat ein paar interessante Hilfestellungen hervorgebracht. Es gibt Add-ons für Browser, die bestimmte Webseiten blockieren oder nur für eine begrenzte Zeit täglich freigeben. Dasselbe gilt natürlich für das Handy und wer richtig mutig ist, stellt es auf Flugmodus oder legt es in einen anderen Raum.

Den ganzen Tag im Stillen zu arbeiten, kann anstrengend sein. Musik mit Gesang lenkt mich allerdings ab. Deswegen höre ich beim Arbeiten gerne Instrumentalmusik oder sogenannte white noise. Das sind verschiedenen Hintergrundgeräusche ohne die Gefahr im Takt mitzuwippen. Auf noisli.com kann man sich sogar einen eigenen Soundtrack aus Hintergrundgeräuschen zusammenstellen.

Egal ob völlige Stille oder die neuste Hits aus den Charts; findet eine Atmosphäre, die euch beim Arbeiten unterstützt. Und egal, ob ihr euch einen festen Feierabend festlegt oder aufhört, wenn alles geschafft ist – im besten Fall ist danach noch Zeit für  einen Abstecher in den Biergarten!


Foto (Blog): bohed/ pixabay (CC0)

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