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09.05.2017

Das Prüfungsformat blöd zu finden, hilft bei der Vorbereitung auch nicht weiter. Trotzdem gibt es sie natürlich: die Stressfaktoren. Egal ob mündlich, schriftlich, kreuz oder quer: Wir finden für die drei Spitzenprobleme pro Format jeweils eine Lösung.

Von Gustav Beyer

MÜNDLICHE PRÜFUNG

  1. Problem: Was ist, wenn ich vor Nervosität kein Wort herausbekomme?
    Lösung: Wer wirklich körperlich blockiert ist, muss zumindest das kommunizieren. Idealerweise vor Antritt zur Prüfung, dann gilt sie nicht zwangsläufig als Fehlversuch. Wenn du noch sprechen kannst, aber gerade ein Blackout hast: Sag deiner*m Prüfer*in, dass du die Frage erstmal schiebst und nachher darauf zurückkommen möchtest. Hast du gerade die richtige Antwort auf eine andere Frage im Kopf? Antworte ruhig drauflos und versuche, wenn du dich ein wenig gefasst hast, den Schlenker zur eigentlichen Frage hinzubekommen. Selbst wenn du eine Antwort vergeigst – es werden noch mehr Fragen kommen und der Drops ist noch lange nicht gelutscht.
  2. Problem: Was ist, wenn ich nicht genug Zeit zum Überlegen bekomme?
    Lösung: Eine gut überlegte Antwort bringt mehr Punkte als heruntergeschluderte Kaugummiblasen. Also: Wenn du sicher im Reden bist, verschaffe dir Bedenkzeit, indem du die Frage in eigenen Worten wiederholst und deine Antwort vorstrukturierst. Das geht fast ohne Denken und gibt dir Halt für die nächsten Sätze. Wer sich unsicher damit fühlt, kommuniziert ganz klar: Bitte geben Sie mir einen Augenblick, ich möchte nicht unüberlegt antworten. Fordere dir die Zeit also explizit ein.
  3. Problem: Was ist, wenn der/die Prüfer*in sich willkürlich verhält?
    Lösung: Verhält sich der/die Prüfer*in mit Absicht so? Gerade in Stress-Situationen können unterschiedliche Erwartungen leicht kollidieren. Versuche, schnell den Fokus auf den Kern des Problems zu richten: Bekommst du weniger Zeit als die anderen? Eindeutig fiesere Fragen? Wenn du dich ungerecht behandelt fühlst, stelle das direkt klar. Dann kann die Prüfung vielleicht noch anders verlaufen. Der Rest ist Verhandlungssache: Deine Studierendenvertretung unterstützt dich bei Streitfragen nach der Prüfung, hilfreich sind ein Gedächtnisprotokoll und klärende Gespräche, schlimmstenfalls ein Antrag auf Wiederholung – es ist also nicht alles vorbei, wenn die Prüfung selbst unfair ablief.

 

ABSCHLUSSPRÜFUNG

  1. Problem: Was ist, wenn viel zu viel erwartet wird?
    Lösung: Besprich das Problem mit deiner Studierendenvertretung. Sicherlich geht es anderen genauso. Gemeinsam könnt ihr euch dann an die Verantwortlichen wenden. Vergesst aber nicht, euch den Stoff trotzdem reinzuwuchten. Versucht es wenigstens. Denn bei dem besten Protest kommt es vor, dass sich am Ende doch nichts ändert – wer dann möglichst viel gelernt hat, steht dann nicht im Regen.
  1. Problem: Was ist, wenn mein Körper vor oder während der Prüfung streikt?
    Lösung: Auch bei Abschlussprüfungen gilt: Wer angibt, nicht in der Verfassung zu sein, die Prüfung abzulegen, hat einen Anspruch auf einen Wiederholungstermin. Erkundige dich direkt, ob du ein Attest vorlegen musst und wie die weiteren Schritte aussehen. Wer während der Prüfung Probleme kriegt, hat diesen Anspruch nicht unbedingt.
  2. Problem: Was ist, wenn ich nicht vernünftig abliefern kann?
    Lösung: Es verhält sich doch damit wie bei allen anderen Prüfungen auch: Mit den richtigen Lernstrategien erhöhst du deine Chancen auf eine gute Arbeit mit einer guten Bewertung. Hier auf Dein-Masterplan.de findest du detailliert Tipps und Anregungen, wie du dich super auf Prüfungen vorbereiten und den Stress minimieren kannst.

 

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Foto (Blog): congerdesign/ pixabay (CC0)

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