Konzentrationsstörungen

Info
Tipps

Tipps gegen Konzentrationsstörungen

Teste dich

Studi-Stresstest

Öffnen

Onlineberatung

Onlineberatung

Öffnen

Lösungen finden

Konzentration kann man nicht erzwingen

Junge hinter BücherstapelWenn deine Aufmerksamkeit beim Lernen immer wieder abdriftet, kann das ziemlich frustrierend sein – gerade wenn deine Kommilitonen scheinbar viel schneller und konzentrierter sind als du. Das erhöht natürlich den Druck enorm, sich „zusammenzureißen und endlich mal zu konzentrieren!“.

Konzentration kann man aber nicht erzwingen, und je mehr du es versuchst, umso weniger wird es dir gelingen. Den Anspruch, sich permanent konzentrieren zu können, kann ohnehin niemand erfüllen. Es ist einfach normal, in Gedanken abzuschweifen, gerade wenn der Lernstoff trocken oder das Stressniveau hoch ist. Nimm es also locker, wenn du nicht optimal konzentriert bist – und kehre nach dem Abschweifen geduldig wieder zum Lernstoff zurück.

Achte auf regelmäßige Lernpausen (ca. alle 50 Minuten), denn sie tragen dazu bei, dass sich dein Hirn regeneriert und du dich den ganzen Lerntag konzentrieren kannst.

Verständnisschwierigkeiten auflösen

Einer Frau gehen Lichter aufUnverständnis befeuert die Symptome einer Konzentrationsschwäche. Um dich gut auf deinen Lernstoff zu konzentrieren, solltest du Verständnisprobleme möglichst frühzeitig ausräumen. Das kostet zwar Zeit, hilft dir im weiteren Lernprozess aber sehr. Was kannst du im Einzelnen tun?

  • Recherche. Wenn dich deine Lernlektüre nicht weiterbringt, schau im Netz nach zusätzlicher Information. Frei verfügbare Vorlesungsskripte und -folien anderer Unis können da helfen. Manche Professoren bieten ihre Vorlesung zudem als Podcast an. Fragen werden oft auch in fachbezogenen Online-Foren beantwortet. Und nicht zuletzt helfen dir andere Bücher zum betreffenden Thema weiter!

  • Arbeitsgruppen. Im Austausch mit anderen Studierenden kannst du deine Verständnisfragen loswerden. Auch wenn diese nicht abschließend beantwortet werden sollten, so ist es zumindest ein beruhigendes Gefühl, dass man mit seinen Verständnisschwierigkeiten nicht alleine ist! Grundsätzlich empfiehlt sich für jede Prüfung eine Lerngruppe.

  • Nachhilfe. Wenn du in einem Fach geprüft wirst, das dir einfach nicht liegt, empfiehlt sich die Inanspruchnahme von Nachhilfe. Die kostet zwar Geld, kann dir aber vollkommen neue Einblicke und plötzliches Interesse an diesem zuvor verhassten Fach bescheren. Nicht jeder „Nachhilfelehrer“ (oftmals Kommilitonen oder Doktoranden) weiß aber, den Stoff gut zu vermitteln. Vereinbare daher am Anfang am besten eine Probestunde.

Ablenkungen minimieren

Ablenkung lauert überall. Um dich gut auf deine Arbeit zu konzentrieren, solltest du versuchen, den wichtigsten Ablenkungsquellen aus dem Weg zu gehen.

Zentraler Faktor: Der Arbeitsort

Viel Ablenkung lässt sich mit dem richtigen Arbeitsort vermeiden. Arbeitsplätze in der Bibliothek oder Lernbereiche für Studierende auf dem Campus bieten sich hierfür besonders an. Auch Mitstudierende (Stichwort: Soziales Netz) und die Mensa (Stichwort: Effiziente Nahrungsausnahme) sind hiervon meist nicht weit entfernt.

Dein Handy sollte in jedem Fall draußen im Schließfach bleiben, denn E-Mail, Internet und Co. würden deinen Anti-Ablenkungs-Plan aushebeln.

Die eigene Wohnung als Arbeitsort solltest du nur nutzen, wenn du dort ungestört lesen bzw. schreiben kannst und dir sicher bist, dass die dortigen Ablenkungsmöglichkeiten (Mitbewohner, Internet, Fernsehen...) kein Problem für dich darstellen.

Zieh den Stecker!

Gerade wenn du merkst, dass du viel Arbeitszeit „versurfst“, solltest du das Internet während deiner Arbeitszeit aussperren. Kappe das W-Lan, ziehe den Stecker aus dem DSL-Router oder verzichte wenn möglich am besten ganz auf den Computer. Schalte dein Handy aus oder zumindest in den Airplane-Modus. Für Rechercheaufgaben kannst du dir noch immer feste Zeiten einrichten oder die Rechner nutzen, die in der Bibliothek hierfür bereitgestellt werden.

Arbeitszeiten einrichten

TerminplanerViele Studis werden ziemlich kreativ, nur um nicht lernen oder schreiben zu müssen. Auch wenn viele dieser Alternativ-Tätigkeiten durchaus sinnvoll sind (z.B. abwaschen, die Oma mal anrufen), halten sie dich von deinen eigentlichen Aufgaben ab.

Aus diesem Grund empfiehlt es sich, feste Arbeitszeiten einzurichten – und sich hieran zu halten! Ein Beispiel für einen Arbeitsplan:

Montags bis freitags von 9 Uhr bis 18 Uhr ist Uni-Zeit. Wenn ich keine Veranstaltung habe, gehe ich in die Bibliothek und schreibe. Ich schreibe jeweils 50 Minuten am Stück, mache danach 10 Minuten Pause. Alle 3 Stunden gibt es eine Pause von 30 Minuten. Während der Arbeit an meiner Hausarbeit mache ich nichts anderes. Den Rest erledige ich in den Pausen, abends oder am Wochenende.

 

Konzentrationsübungen

Konzentration steigern

Magic-CubeUm ein gutes Konzentrationsniveau zu erreichen, ist die innere Einstellung sehr wichtig. Zur Steigerung deiner Produktivität ist es daher wichtig, dich auf den Lernstoff einzulassen. Gib ihm eine Chance, auch wenn er trocken, unnütz oder kompliziert erscheint – denn mal ehrlich: Du hast sowieso keine andere Wahl! Du musst ihn schließlich irgendwie in deinen Kopf schaufeln, um durch die Prüfung zu kommen. Auch wenn es sich merkwürdig anhört: Finde deinen Frieden mit dem Lehrbuch und schenke ihm deine Geduld und Aufmerksamkeit. Das macht das Lernen deutlich leichter.

Und wenn dir viele andere Dinge durch den Kopf gehen, sammle sie für später auf einem Blatt Papier und kehre schnell zum Lernstoff zurück.

Zur Steigerung deiner Konzentration kannst du zudem verschiedene Übungen machen. 

  • Laut lernen hat verschiedene Vorteile. Zum einen werden Lerninhalte durch diese Methode besser im Gedächtnis verankert. Und im Gegensatz zum leisen Lernen merkst du hierbei ziemlich schnell, wenn du gedanklich abdriftest und zur Sache zurückkehren solltest.

  • Zählübungen helfen dir zwar nicht direkt beim Lernen, können bei wiederholter Anwendung deine allgemeine Konzentrationsfähigkeit aber verbessern. Ihre Aufgabe besteht z.B. darin, die Schritte beim Gehen, bestimmte Buchstaben in einem beliebigen Text (z.B. jedes „o“) oder die verstreichenden Sekunden über einige Minuten zu zählen. Das hört sich einfach an, ist es aber gerade am Anfang nicht. Wenn du dich verzählst, fange wieder von vorne an. Den Schwierigkeitsgrad der Übung kannst du beliebig steigern, beispielsweise, indem du jede Zahl mal zwei nimmst oder indem du nur jeden dritten Schritt oder jedes vierte „o“ zählst.

  • Achtsamkeitsübungen können ebenfalls zur Steigerung deiner Konzentration beitragen. Eine einfache Übung besteht in der Beobachtung deines Atems. Setze dich hierzu für einige Minuten in eine bequeme Position, schließe die Augen und versuche, deinen Atem möglichst kontinuierlich zu verfolgen. Versuche, ihn dabei nicht zu verändern. Was spürst du in deiner Nase und wie fühlt sich deine Bauchdecke beim ein- und ausatmen an? Wenn du in Gedanken abdriftest (und das wird dir sehr oft passieren!), kehre mit deiner Aufmerksamkeit geduldig wieder zu deinem Atem zurück. Diese Übung kannst du z.B. jeden Morgen oder aber auch in Lernpausen für einige Minuten durchführen.

Mach dich fit

Pflege für die grauen Zellen

ObsrkörbeUm dich und deine grauen Zellen bei Laune zu halten, ist eine positive Gestaltung deines Uni-Alltags sehr wichtig. Erholung, Spaß und Lebensqualität sind wichtige Stichworte beim Kampf gegen Konzentrationsschwäche. Grundsätzlich musst du Symptome von Konzentrationsstörungen wie Müdigkeit, Reizbarkeit, Schlafstörungen, Antriebslosigkeit und innerer Unruhe entgegenwirken. Was genau kannst du machen? 

  • Ausreichend Schlaf. Chronischer Schlafmangel und die resultierende Müdigkeit wirken sich sehr negativ auf die Konzentrationsfähigkeit und Denkleistung aus. Sorge also dafür, dass du ausreichend Schlaf bekommst. Die meisten Menschen benötigen 7-8 Stunden pro Nacht. Falls du unter Schlafstörungen leidest, versuche diese ohne Tabletten zu bekämpfen, da ihre Wirkung oft bis in den nächsten Tag anhält. Versuche stattdessen, deine Schlafprobleme mit den Mitteln der Schlafhygiene anzugehen.

  • Gute Ernährung. Obwohl nichts gegen Kuchen, Pommes und Cola einzuwenden ist, unterstützen dich andere Nahrungsmittel deutlich besser im Lernalltag. So wird fettarmes Essen leichter verdaut, mehr Energie bleibt somit fürs Denken übrig. Im Gegensatz zum Schokoriegel versorgen dich Getreide, Obst und Gemüse mit langanhaltender Energie. Zudem braucht dein Gehirn viel Flüssigkeit, um leistungsfähig zu bleiben. Aufgrund ihres hohen Koffein- und Zuckergehalts sind Energydrinks aber nicht zu empfehlen.

  • Körperliche Aktivität. Gerade wenn du dich im Alltag wenig bewegst, solltest du sportlichen Ausgleich betreiben. Ob Uni-Sport, Joggen oder Kicken mit Freunden: Du profierst in vielerlei Hinsicht. So manch trister Lerntag findet so noch einen freudigen Abschluss. Wenn dir zum Sport die Zeit fehlt, empfehlen wir dir, konsequent Bewegungseinheiten in deinen Uni-Alltag einbauen: Laufen statt Fahrstuhl fahren, radeln statt Auto oder Bus.

  • Achtsamkeit & Genuss. Auch im tiefsten Unistress ist es möglich, innezuhalten und sich auf die Situation zu besinnen, in der man sich befindet. Deine Achtsamkeit kannst du natürlich auch aufs Essen, Trinken und andere schöne Dinge im Alltag beziehen.

  • Entspannungsmethoden. Um zwischendurch besser zur Ruhe zu kommen, empfiehlt sich zudem das Erlernen eines Entspannungsverfahrens. Kurse hierzu werden z.B. an Hochschulen oder Volkshochschulen angeboten.

Hirndoping – oder was?

Hirndoping

Durch Kaffee, teinhaltigen Tee und Energydrinks gehört „Hirndoping light“ zum Alltag unserer Gesellschaft. Während gegen den Konsum von täglich 2-3 Tassen Kaffee oder Tee nichts einzuwenden ist, empfehlen wir dir, Energydrinks wegen ihres hohen Zucker- und Koffeingehalts nur selten zu trinken. Nervosität und Schlafprobleme können als Symptome auf einen zu hohen Koffeinkonsum hinweisen. Dadurch kann sich deine Konzentrationsstörung erhöhen.

Medikamente, Speed und Co.

Medikamente und BeipackzettelAufputschende Medikamente (z.B. Ritalin) oder illegale Drogen (z.B. Speed) solltest du generell nicht nutzen. Das hat verschiedene Gründe, wie zum Beispiel ihre teils sehr heftigen Nebenwirkungen. So hat ihr Eingriff in deine Hirnchemie oft starke Auswirkungen, die die Nebenwirkungen von Koffein deutlich in den Schatten stellen. Hierzu gehören Bewusstseinsänderungen, Nervosität, Fahrigkeit, extreme Schlafprobleme und ein erhöhtes Abhängigkeitsrisiko.

In Studien wurde gezeigt, dass aufputschende Medikamente bei Gesunden zu einer geringeren geistigen Leistungsfähigkeit führen können. Die mit dem Konsum eintretenden Bewusstseinsveränderungen können zudem zur starken Überschätzung der eigenen Leistungsfähigkeit führen. Das vermeintliche Wundermittel entpuppt sich beim Wiederholen des Lernstoffs dann als Mogelpackung.

Das Abhängigkeitsrisiko äußert sich unter anderem in dem Gedanken, nur noch mithilfe einer Substanz die nötige Leistung zu bringen. Das gute Gefühl, eine Leistung aus eigener Kraft erbracht zu haben, bleibt aus.

 
Blog
  • 1/41
  • 2/41
  • 3/41
  • 4/41
  • 5/41
  • 6/41
  • 7/41
  • 8/41
  • 9/41
  • 10/41
  • 11/41
  • 12/41
  • 13/41
  • 14/41
  • 15/41
  • 16/41
  • 17/41
  • 18/41
  • 19/41
  • 20/41
  • 21/41
  • 22/41
  • 23/41
  • 24/41
  • 25/41
  • 26/41
  • 27/41
  • 28/41
  • 29/41
  • 30/41
  • 31/41
  • 32/41
  • 33/41
  • 34/41
  • 35/41
  • 36/41
  • 37/41
  • 38/41
  • 39/41
  • 40/41
  • 41/41
Fundstücke aus dem Netz

Wir müssen scheitern...

...damit wir voran kommen und wirklich etwas lernen! Das Misslingen als Lebenskunst: Podcast des SWR

Hey Uni!

ARD-alpha begleitet in 18 Folgen fünf Studierende verschiedener Fachrichtungen auf ihrem Weg durch den Uni Alltag.

Prüfungsangst: Bitte klopfen

Im Video der Uni Kassel erläutert der Studienberater Tim Nolle Wissenswertes zur Prüfungsangst - und versucht die Angst wegzuklopfen. (Bild: Screenshot)

Wie entsteht Stress?

Die Studienberaterin Anna-Maria Dräger erläutert im Video von "Zeit Campus" Stress und den Umgang damit. (Bild: Screenshot)

Soja (18) testet Anti-Stress-Methoden...

5 Lifehacks die den Alltag einfacher machen

Tipps für bessere Schlafqualität

"Doping im Freizeitsport"