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20.08.2016

Carolin, 26 Jahre, hat gerade ihr Medizinstudium erfolgreich abgeschlossen. Im Interview schildert sie ihre Erfahrungen im Umgang mit ermüdenden Vorlesungen.

In welchen Situationen im Studium sind dir Probleme mit der Konzentration besonders häufig begegnet? Wann haben dich Konzentrationsprobleme am meisten genervt?

Vor allem früh morgens, nach 2 Stunden durchgängiger Informationsflut im Frontalunterricht, war es meistens aus mit der Konzentration. Auch nach den Semesterferien hab ich immer etwas Zeit gebraucht, um wieder ins konzentrierte Studium zurück zu finden.

Genervt haben mich die Konzentrationsprobleme vor allem in der Prüfungszeit. Oder auf Station, wenn man so viel Information bekommen hat, dass man sie nicht verinnerlichen konnte und man Angst hatte noch mal nachzufragen, weil man es ja eigentlich schon einmal erzählt bekommen hat…

Wie haben sich die Probleme mit der Konzentration geäußert?

Je nach Situation. Das war manchmal wie ein Blackout bei dem Versuch, bestimmte Dinge, die man gelernt hat, zu wiederholen. Es fallen einem die einfachsten Worte nicht mehr ein. Teilweise kann man keinen vernünftigen Satz mehr formulieren. Man ärgert sich grenzenlos über sich selber. Es überkommt einen das Gefühl der Angst, des Versagens, des zu Dumm seins. In Vorlesungen schaltet einfach der Kopf aus, obwohl man weiß, dass es wichtig wäre, jetzt aufzupassen. Im ersten Moment war es mir meist gleichgültig, im zweiten Moment hat man ein schlechtes Gewissen, und dann fängt man an sich Vorwürfe zu machen.

Welche Strategien haben dir geholfen mit den Konzentrationsproblemen umzugehen?

Einfach auch mal richtig abschalten. Zum Beispiel Sport machen, ausschlafen, mit den anderen Betroffenen drüber reden, einen Tag komplett frei machen und sich mit etwas ganz anderem beschäftigen. Wichtig war bei mir immer auch ein strukturierter Tagesablauf mit genügend Pausen, ein Ortswechsel, leise Atmosphäre, andere lernende Menschen um einen herum… Und sich Belohnungen gönnen, für das was man geleistet hat.

Fallen dir Methoden ein, um möglichen Konzentrationsproblemen erfolgreich vorzubeugen?

Konzentrationsprobleme treten meiner Meinung nach immer wieder auf. Darum ist es auch so wichtig sich Pausen zu gönnen. Man kann sich eventuell auch genügend Druck generieren um konzentriert dabei zu sein - das ist aber Einstellungssache. Oder man bleibt die ganze Zeit im Lernmodus und lernt jeden Tag ein Gedicht auswendig oder einen Zeitungsartikel, sozusagen Training oder Gehirnjogging.

 

Auf "Dein Masterplan" findest du weitere Tipps zum Umgang mit Konzentrationsproblemen.
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Foto: nikolayhg / pixabay (Bearbeitung: delphi GmbH)

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