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31.10.2016

Schon im 18. und 19. Jahrhundert verzweifelten Studierende an den Tücken des Studiums: Die einen waren zu genial, die anderen gelangweilt. Wir porträtieren Studienabbrecher, aus denen zum Glück doch noch etwas geworden ist.

von Gustav Beyer

Charles DarwinCharles Darwin (Bild: WikiImages / pixabay; CC0)Was für ein Glück für die Evolutionsforschung, dass Charles Darwin so ein empathischer Kerl war.

Damals, als er noch Medizin in Edinburgh studierte, musste er mit ansehen, wie die Menschen unter den Messern seiner Professor*innen vor Schmerzen schrien. Das war zu stressig für ihn – Er brach das Medizinstudium ab. Und was für ein Glück, dass ihn auch sein Theologiestudium in Cambridge nicht glücklich machte. Zwar schreibt er später in seiner Autobiografie: „Das waren die schönsten drei Jahre in meinem glücklichen Leben: Ich erfreute mich exzellenter Gesundheit und fast durchgehend in einem Zustand des Übermutes.“ – doch sein Studium schien mit dem Übermut wenig zu tun zu haben.

Feuer und Flamme wurde er erst, als er mit seinem Großcousin William Fox Käfer sammelte, natürlich mit wissenschaftlichem Interesse. Erste Exkursionen in die Botanik und inspirierende Erzählungen von Alexander von Humboldt führten ihn immer tiefer in die Lehre der Flora und Fauna hinein. Wie war das alles entstanden? Warum setzten sich manche Arten durch, andere nicht? Als seine alten Jungs aus Edinburgh noch über ihren Abschlussprüfungen in Medizin schwitzen, entschließt sich Darwin, auf Reisen zu gehen.

Für ihn das beste Rezept gegen die Trockenheit und die Anspannung des Studiums. Studieren durch Erleben: Ein Konzept, das ihn Geld und Nerven kostet – aber sein Leben nachhaltig verändern wird: „Die Forschungsreise auf der Beagle nach Australien, Neuseeland, Chile und viele andere Orte der Welt ist das wichtigste Ereignis meines Lebens gewesen, das meinen weiteren Lebenslauf beeinflusst hat.“

Zurück in England ist Darwin kein kleiner Student mehr. 1837, in London wird gerade der Buckingham-Palast zum Sitz der britischen Monarchie erkoren, forscht er in seinem kleinen Zimmer zur Veränderlichkeit der Arten. Die Beobachtungen seiner Studienreise beeinflussen seine Arbeit. Seiner Evolutionstheorie zufolge verändern sich vererbbare Merkmale einer Population von Lebewesen generationenweise – eine bahnbrechende Beobachtung, die die Naturforschung bis heute maßgeblich geprägt hat. Was für ein Glück, dass Darwin nicht bis an sein Lebensende Menschen unter dem Messer hatte.

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Foto (Blog): JimboChan / pixabay (CC0)

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