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26.08.2016

Kai, 32 Jahre, studiert im Bachelor Mathematik. Gegen Zweifel im Studium helfen nach seiner Erfahrung vor allem soziale Kontakte zu anderen Kommilitonen.

Hast du im Laufe der letzten Jahre Zweifel an deinem Studium gehabt? Hast du jemals überlegt das Studium abzubrechen?

Oh ja. Ich hatte immer wieder Zweifel! Vor allem immer dann, wenn es anstrengende Phasen waren. Besonders wenn es stressig wurde, vor Prüfungen oder Klausuren. Und natürlich auch dann, wenn ich eine Prüfung nicht bestanden habe – dann waren die Zweifel manchmal besonders dramatisch.

An den Abbruch habe ich vor allem während der ersten Semester immer wieder gedacht.

Wie bist du mit diesen Zweifeln umgegangen?

Das hört sich zwar blöd an, aber ich habe nicht aufgegeben, einfach weitergemacht. Was ich angefangen habe, wollte ich auch fertig machen. Bei mir liegt das aber bestimmt auch daran, dass ich mein Abitur auf dem zweiten Bildungsweg gemacht habe und insgesamt viel Zeit investiert habe um überhaupt studieren zu können. Und es gab eben einige Faktoren im Studium, die mich dann doch immer wieder begeistern konnten.

Was waren das für Faktoren? Was hat dir geholfen die Zweifel zu überwinden?

Der Kontakt zu einigen Kommilitonen hat mir sehr geholfen. Ich würde fast behaupten, dass ich ohne diesen Kontakt das Studium doch abgebrochen hätte. Zusammen lernen hat deutlich mehr Spaß gemacht als alleine vor einem Blatt Papier zu hocken – was sich bei einem Mathestudium leider oftmals nicht vermeiden lässt. Aber die Kommilitonen waren wichtig, um die Motivation zu halten.

Zudem habe ich mir auch immer wieder gedacht, dass ich mit dem Studium wachsen werde. Also auch fachliche Herausforderungen immer besser bewältigen kann. Im letzten Jahr hat mich auch die Arbeit als Tutor irgendwie bestätigt und gefestigt in dem, was ich im Studium mache.

Hast du das Gefühl, dass du dich gut mit einem Studium identifizieren kannst?

Eigentlich nicht. Obwohl ich die Inhalte interessant finde. Aber ich hasse es mit dem Stereotyp „Mathematiker“ abgestempelt zu werden. Auf Partys kommt es eher zu erschrockenen Reaktionen wenn es um mein Studium geht – die Leute wissen einfach nicht was sie mit mir Reden sollen. Und ich habe auch keine Mathe-Poster in meinem Zimmer hängen oder trage T-Shirts mit Matheformeln. Das ist zwar alles ok, aber soweit geht es bei mir nicht. Ich habe mir allerdings eine Schiefertafel in mein Zimmer gehangen, weil ich keine Lust hatte immer nur vor besagtem Blatt Papier zu sitzen. Vielleicht ist das meine Art, mich mit meinem Studium zu identifizieren.

 

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Foto: leandrodecarvalhophoto / pixabay

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