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21.08.2016

Frauke, 27 Jahre, lernt gerade für ihr zweites Staatsexamen in Medizin. Wir haben sie gefragt, wie sie mit Stress und Prüfungsangst umgeht. Ihr Tipp: Den Kopf freispühlen!

Du stehst einige Wochen vor deinem Staatsexamen in Medizin. Wie steht es um deine aktuelle Stressbelastung?

Sehr schwankend! Von halben Panikattacken bis hin zu großer Entspanntheit. Entspannt bin ich immer, wenn ich denke, das ist alles nicht so schlimm, das haben auch andere Leute geschafft – und ich habe schon das erste Staatsexamen geschafft.

Welche Faktoren haben einen Einfluss auf deinen Lernstress?

Je nachdem. Es stresst sehr, wenn ich beim Kreuzen von Fragen schon wieder was falsch gemacht habe, was icheigentlich hätte Wissen müssen –oder was man weiß, wenn man sich besser konzentrieren würde. Das stresst natürlich. Oder wenn man erkennt, dass man in bestimmten Bereichen doch noch extrem große Lücken hat - und man sich fragt wie man die noch füllen soll, in der verbleibenden Zeit. Man fragt sich dann schon manchmal, ob man das überhaupt noch alles schafft.

Welche Gedanken beeinflussen den Stress eher positiv?

Zum Beispiel entspannt mich die Tatsache, dass es auch schon andere Kommilitonen geschafft haben. Die sagen schließlich auch, dass es schaffbar ist, dass man eben nur durch muss. Mir hilft auch der Gedanke, dass ich das erste Staatsexamen bestanden habe. Zumal ich momentan das Gefühl habe, dass der Stress momentan sogar weniger schlimm ist als damals. Also letztlich sind es auch meine bisherigen eigenen Erfahrungen die mir weiterhelfen.

Gibt es bestimmte Faktoren in deinem Alltag, die dich insbesondere vom effektiven Lernen abhalten?

Abgelenkt werde ich vor allem von allgemeinen Zukunftsgedanken. Ich denke manchmal schon über das Examen hinaus: Wo will ich arbeiten? Wie will ich arbeiten? Dann googlet man mal eben ein paar Sachen, die Arbeitsbedingungen in bestimmten Fachbereichen oder in bestimmten Ländern. Dazu kommen natürlich noch die anderen Ablenkungsmöglichkeiten im Internet…

Hast du bestimmte Strategien, die dir beim Lernen helfen?

Ich mache feste Pausen und habe insgesamt einen fest reglementierten Tagesablauf. Das heißt, ich fange zu einer bestimmten Zeit an und bleibe dann auch wirklich jeweils 45 Minuten konzentriert bei der Sache. Ich darf also in der Zeit weder googlen noch irgendwelche anderen Sachen machen - nicht auf mein Handy gucken, oder meine  E-Mails lesen. Das mache ich erst wieder in den Pausen. Ich versuche außerdem, mir immer eine reizarme Umgebung zu schaffen. Also entweder die Bibliothek zu nutzen oder sicherzustellen, dass ich nicht gestört werde.

Was machst du, um Stress zu vermeiden oder los zu werden?

Ganz wichtig ist immer Sport und Bewegung. Dadurch das man beim lernen natürlich meistens sitzt, ist man immer sehr in seiner Bewegung eingeschränkt. Ich persönlich finde Schwimmen sehr gut. Wenn man den Kopf unter Wasser hält, wird man wieder frisch. Da wird der Lernstress quasi weggespült.

 

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Foto: Survivor / pixabay

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