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„Über 25% der Erwachsenen haben gesundheitsriskanten Alkoholkonsum.“

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Betrunkener an der Bar

Expertenstatement von Prof. Ulrich John, Universität Greifswald

Alkohol, oft als Genussmittel bezeichnet, hat eigentlich keinen Geschmack. Dieser wird in den meisten Fällen von den Produzenten in unterschiedlichen Varianten beigefügt. Ein prägnantes Beispiel dafür sind die sogenannten „Alkopops“, die als Kundenkreis besonders Jugendliche und junge Erwachsene ansprechen sollen. Dazu werden gewohnte Süßgetränke mit verschiedenen Arten hochprozentiger Alkoholika vermischt. Diese Markt-Strategie trug zur Unterstellung bei, die Alkohol-Industrie betreibe ein „Anfüttern“ zukünftiger Kunden, die über Alkopops an den Alkoholkonsum herangeführt werden sollten.

Denn die Empfindung, alkoholische Getränke zu genießen, entsteht in erster Linie durch Lernerfahrungen – also durch die stimmungsbeeinflussende Wirkung der alkoholischen Getränke selber.

Alkoholkonsum bringt jedoch auch kurz- und langfristige Risiken mit sich. Zu den kurzfristigen Risiken zählen unerwünschte Nebenwirkungen, wie der Verlust der Kontrolle über den eigenen Alkoholkonsum und den eigenen Körper.Folge davon sind bspw. eine Alkoholvergiftung oder Stürze und Unfälle. Alkohol schränkt zudem auch die Leistungsfähigkeit ein, wichtig z.B. in Ausbildung, Beruf und vor allem im Straßenverkehr.

Die langfristigen Risiken des Alkoholkonsums lassen sich in drei Gruppen aufteilen:

(1) Risiken die durch den Alkoholkonsum allein entstehen

(2) Risiken die durch die Kombination von Alkohol und weiterer Substanzen entstehen sowie

(3) die Risiken, die sich durch die Kombination des Alkoholkonsums mit anderen gesundheitsriskanten Verhaltensweisen ergeben.

Alkoholkonsum allein kann in etwa 130 Erkrankungen resultieren. Diese Erkrankungen betreffen neben den unmittelbar alkoholbezogenen Krankheiten,wie Alkoholabhängigkeit oder alkoholbezogene Lebererkrankungen, ein breites Spektrum der Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen. Der entscheidende Prozess in der Entstehung dieser Krankheiten ist die Gewöhnung an den Alkohol und die damit einhergehende Steigerung der konsumierten Alkoholmenge.

Das Risiko für solche gesundheitlichen Schäden, besteht nach aktuellem Kenntnisstand dann, wenn Frauen pro Tag etwa 12 g bzw. Männer mehr als 24 g Alkohol pro Tag trinken. Das entspricht etwa 1/8 Liter Wein bzw. einen halben Liter Bier pro Tag. Ein Konsum über diese Menge hinaus wird deshalb als „gesundheitsriskanter Alkoholkonsum“ bezeichnet. Bei Jugendlichen stellt bereits jeglicher Alkoholkonsum ein Gesundheitsrisiko dar.

Diese offiziellen Grenzen erscheinen zunächst sehr niedrig. Ursache dieses ersten Eindrucks ist allerdings der extrem hohe Verbrauch an Alkohol in der Bevölkerung. In Deutschland konsumiert jede Bundesbürgerin oder jeder Bundesbürger im Durchschnitt mehr als 9 Liter reinen Alkohols pro Jahr. Da Säuglinge keinen und viele Menschen moderat Alkohol trinken, ist zu erahnen, dass es Bevölkerungsteile mit extremen Trinkmengen gibt.Entsprechend ermittelten Studien, dass mehr als 25% der Erwachsenenbevölkerung als gesundheitsriskante Konsumenten zu werten sind.

Die zweite Gruppe langfristiger Risiken betrifft vor allem die Kombination mit dem Tabakrauchen. Das Rauchen fördert den "Appetit" auf Alkohol und vice versa. Die Kombination von Tabak und Alkohol kann die Risikostärke somit extrem in die Höhe treiben.

Die dritte Risikogruppe betrifft insbesondere die Kombination eines riskanten Alkoholkonsums mit Übergewicht und Bewegungsmangel. In dieser Kombination steigt vor allem das akute Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkrankungen besonders stark an.

In der Prävention alkoholbezogener Gesundheitsrisiken hat sich besonders das Ziel bewährt, die durchschnittlichen Trinkmengen der gesamten Bevölkerung zu reduzieren. Internationale Studien konnten zeigen, dass dieses Ziel am besten erreicht werden kann, wenn die vermeintliche Attraktivität von gesundheitsriskantem Konsum verringert wird.

 

Programm Change your Drinking

Willst du weniger trinken? Im BZgA-Programm Change your Drinking wirst du hierbei begleitet. Der Einstieg ist jederzeit möglich.

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